Coxiella burnetii (Q-Fever) Phase 2 IgM ELISA
- Regulatorischer Status
- EU: CE
- Kit Größe
- 12 x 8
- Methode
- ELISA
- Inkubationszeit
- 1 x 1h, 1 x 30 min, 1 x 15 min
- Standardbereich
- cut-off index
- Probe / Vorbehandlung
- 10 µL serum
- Substrat / Isotop
- TMB 450 nm
Coxiella burnetii ist ein weltweit verbreitetes, kleines, gramnegatives, obligat intrazelluläres Bakterium. Die Rickettsie ist der Erreger des so genannten Q-Fiebers und vermehrt sich insbesondere im Verdauungstrakt von Zecken (Dermacentor marginatus) und in den Trophoblasten der Plazenta, so dass Zeckenkot und die Nachgeburt infizierter Säugetiere (vorwiegend Schafe) hochinfektiös sind. Einem besonders hohen Expositionsrisiko unterliegen daher Berufsgruppen mit direktem Kontakt zu Nutztieren. Antikörper gegen Coxiella burnetii sind bei 30 bis 70 % dieser beruflich exponierten Personen nachweisbar. Die Infektion erfolgt meist aerogen durch Einatmen infizierten Staubes, vor allem in den trockenen Sommermonaten. Die Inkubationszeit beträgt etwa zwei bis vier Wochen. Der Manifestationsindex der Infektion liegt bei 30 bis 50 %, weitere 50 bis 70 % verlaufen subklinisch oder mit uncharakteristischen Allgemeinsymptomen. Unter den manifesten Erscheinungen stehen häufig grippeähnliche Symptome im Vordergrund. In ca. 50 % der Fälle manifestiert sich die Erkrankung als eine atypische interstitielle Pneumonie, seltener als eine Hepatitis. Der akute Verlauf kann darüber hinaus in seltenen Fällen durch eine Meningoenzephalitis oder Myo- bzw. Perikarditis kompliziert sein. Ohne Therapie kommt es in 1 bis 11 % der Infektionen zu einer Erregerpersistenz in vielen Organen und nach Monaten bis Jahren zu einer chronischen Verlaufsform, die sich meist als Endokarditis (vermehrt bei Patienten mit Herzklappenfehlern) und/oder granulomatöse Hepatitis präsentiert. Ungefähr 65 % der chronischen Q-Fieber Erkrankung verlaufen letal. Nach der Primärinfektion werden im Stadium der akuten Q-Fieber Erkrankung zunächst nach ca. zwei Wochen spezifische IgM und ab dem zweiten Monat auch IgG Antikörper gegen das immunogene Phase 2 Antigen gebildet. IgM Antikörper können noch bis zu drei Monate nach Infektionsbeginn erfasst werden. IgG Antikörper persistieren nicht selten über einen Zeitraum von bis zu fünf Jahren. Erst im Prozess einer Chronifizierung der Erkrankung treten Phase 1 spezifische IgG und IgA Antikörper auf. Diese sind besonders für die Diagnose einer Q-Fieber Endokarditis relavant. IgM Antikörper gegen Antigene der Phase 1 werden nur noch unregelmäßig nachgewiesen, da auf Grund der langen Infektionszeit die IgM Antwort bereits erschöpft ist. Rheumafaktoren sind in der chronischen Phase signifikant erhöht. Wegen der uncharakteristischen klinischen Symptomatiken sowohl der akuten als auch der chronischen Erkrankungen basiert die Q-Fieber Diagnostik auf serologischen Verfahren. Die Anwendung von ELISA Testsystemen wird wegen der hohen Sensitivitäten und Spezifitäten und wegen der differenzierten Analyse der Antikörperantwort von der WHO empfohlen. Differentialdiagnostisch sollten folgende Erkrankungen in Betracht gezogen werden: Chlamydia-Infektionen, Mycoplasma pneumoniae-Infektionen, Legionella pneumophila und Legionella micdadei-Infektionen, Virus-Pneumonien und Leptospirosen.
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