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C-Peptid ELISA

Katalog-Nr.RE53011
Regulatorischer Status
EU: CE
Kit Größe
12 x 8
Methode
ELISA
Inkubationszeit
1 x 1h, 1 x 30 min, 1 x 20min
Standardbereich
0.2 - 16 ng/mL
Probe / Vorbehandlung
100 µL serum, plasma, urine
Substrat / Isotop
TMB 450 nm

Einleitung

Der C-Peptide ELISA wird zur quantitativen Bestimmung von C-Peptid in Serum, Plasma (EDTA-, Lithium-Heparin- oder Zitratplasma) und Urin eingesetzt.

Klinische Bedeutung

Insulin wird in den β-Zellen des Pankreas als 6000-MW-Komponente in Form eines aus 86 Aminosäuren bestehenden Polypeptids, genannt Proinsulin, gebildet (1,2,3). Das Proinsulin besteht aus der A- und B-Kette des Insulins und dem die beiden Ketten verbindenden C-Peptid, einem aus 31 Aminosäuren bestehenden Peptid mit einer molekularen Masse von ca. 3000 Dalton. Bei der enzymatischen Spaltung von Proinsulin wird Insulin sezerniert und in den Blutkreislauf abgegeben, zusammen mit dem als C-Peptid bezeichneten Rest-Fragment. C-Peptid hat keine metabolische Funktion. Da C-Peptid und Insulin jedoch in äquimolaren Mengen sezerniert werden, erlaubt der Immunoassay von C-Peptid die Quantifizierung der Insulinsekretion (4, 5, 6). Dies ist der Grund für das klinisch Interesse an Serum- und Urinbestimmungen von C-Peptid. Darüber hinaus hat die C-Peptid-Messung mehrere Vorteile gegenüber Immunoassays für Insulin. Die Halbwertszeit von C Peptid im Blutkreislauf beträgt jedoch das Zwei- bis Fünffache der Halbwertszeit des Insulins (7). Daher sind die C-Peptid-Spiegel ein stabilerer Indikator für die Insulinsekretion als die sich schneller ändernden Insulinspiegel. Ein ganz klarer praktischer Vorteil der C-Peptid Messung, der sich aus seiner relativen Stoffwechselträgheit im Vergleich zu Insulin ergibt, ist, dass die C-Peptid-Spiegel im peripheren Venenblut etwa 5-6 mal höher sind als die Insulinspiegel (3). Der Vorteil des C-Peptid-Assays im Vergleich zu einem Insulin-Assay ist außerdem die Fähigkeit, endogenes von injiziertem Insulin zu unterscheiden. Niedrige C-Peptid-Konzentrationen sind zu erwarten, wenn Insulin vermindert ist (bei Insulin-abhängiger Diabetes) oder bei Insulin-Suppression (als normale Antwort auf exogene Insulingaben). Erhöhte C-Peptid-Werte sind dagegen bei erhöhter β-Zellaktivität zu erwarten, die bei Insulinompatienten festgestellt wurde (3, 6, 9). C-Peptid wurde auch als zusätzliches Mittel zur Bewertung der Glukosetoleranz und des Glibenclamid-Glukosetests gemessen (2, 3, 9, 10). Der C-Peptidspiegel ist in vielerlei Hinsicht ein besseres Maß für die endogene Insulinsekretion als der periphere Insulinspiegel. C-Peptid kann entweder im Blut oder im Urin gemessen werden (9). Mit verbesserten empfindlichen C Peptid-Immunoassays ist es jetzt möglich, C-Peptid-Werte bei extrem niedrigen Werten zu messen. Neben der Ermittlung der Insulinsekretion umfasst die klinische Bedeutung der C-Peptid Bestimmung die Insulinom-Diagnose, Differenzierung von Hypoglycaemia factitia, Verlaufskontrolle nach Pankreasektomie und Einschätzung der Erfolgsaussichten bei Inselzell-Transplantationen (11,12,13). Kürzlich wurden diese Indikationen drastisch erweitert, um die Bewertung der Insulinabhängigkeit bei Diabetes mellitus im Reifestadium zu ermöglichen.

Indikation

  • Beurteilung der β-Zellfunktion bei Diabetikern unter Insulin-Therapie
  • Nachweis und Verlaufskontrolle der Remissionsphase bei Typ I - Diabetes
  • Beitrag zur Differentialdiagnose von Typ I (Insulin-abhängiger) und Typ II (Insulin-unabhängiger)
    Diabetes
  • Diagnose der Insulin-induzierten Hypoglycaemia factitia
  • Diagnostik des Insulinoms (Insulin-Suppressionstest)
  • Beurteilung der Situation des Feten bei mütterlicher Diabetes mellitus
  • Bestimmung der Insulin-Sekretion bei Lebererkrankungen
  • Verlaufskontrolle nach Pankreasektomie

Für konkrete Daten konsultieren Sie bitte die Arbeitsanweisung in der Download Box oben auf der rechten Seite.

  1. Ashby, J. and Frier, B.: Circulating C-Peptide: Measurement and Clinical Applications. Annals of Clinical Biochemistry. 18:125, 1981
  2. Beischer, W.: Proinsulin and C-Peptide in Humans. Hormones in Normal and Abnormal Human Tissues. Volume 3K, Fotherby and Pal, S., ed. (Berlin: Walter DeGruyter). pp. 1-43, 1983
  3. Beyer, J., Krause V., Cordes V.: C-Peptide: Its Biogenesis, Structure, Determination and Clinical Significance. Giornale Italiano di Chimica Clinica 4 Supp. 9:22, 1979
  4. Bonger, A. and Garcia-Webb, P.: C-Peptide Measurement: Methods and Clinical Utility. CRC Critical Reviews in Clinical Laboratory Sciences. 19:297, 1984.
  5. Blix, P. Boddie-Wills, C., Landau, R., Rochman, H. Rubenstein, A.: Urinary C-Peptide: An Indicator of Beta-Cell Secretion under Different Metabolic Conditions. Journal of Clinical Endocrinology and Metabolism. 54:574, 1982.
  6. Rendell, M.: C-Peptide Levels as a Criterion in Treatment of Maturity-Onset Diabetes. Journal of Clinical Endocrinology and Metabolism. 57 (6): 1198, 1983
  7. Horwitz, D., et al.: Proinsulin, Insulin and C-Peptide concentrations in Human Portal and Peripheral Blood. Journal of Clinical Investigation. 55:1278, 1975
  8. Horwitz, D., Kurzuya, H., Rubenstein, A.: Circulating Serum C-Peptide. The New England Journal of Medicine. 295:207,1976
  9. Rendell, M.: The Expanding Clinical Use of C-Peptide, Radioimmunoassay. Acta Diabetologica Latina. 20:105, 1983
  10. Heding, L. and Rasmussen, S.: Human C-Peptide in Normal and Diabetic Subjects. Diabetologica. 11:201, 1975
  11. Canivet, B., Harter, M., Viot, G., Balgrac, N., Krebs, B.: Residual ß-Cell Function in Insulin-Dependent Diabetes: Evaluation by Circadian Determination of C-Peptide Immuno reactivity. Journal of Endocrinological Investigation. 3:107, 1980.
  12. Starr, J., Horwitz, D., Rubenstein, A., Mako, M.: Insulin, Proinsulin and C-Peptide. Methods of Hormone Radioimmunoassay 2nd Ed., Academic Press Inc., 1979
  13. Rubenstein, A., Kuruya, H., Horwitz, D.: Clinical Significance of Circulating C-Peptide in Diabetes Mellitus and Hypoglycemic Disorders. Archives of Internal Medicine. Vol. 137:625, May 1977.
  14. Yalow, R., Berson, S.: Introduction and General Considerations. Principles of Competitive Protein Binding Assays. Ch. 2, Eds. Odell, W. and Daugheday, W., J.B. Lippincott Co., Philadelphia, 1971

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