Enzymimmunoassay zur quantitativen Bestimmung von IgG Antikörpern gegen FSME-Viren in Humanserum oder Plasma (Citrat). Das die Frühsommermeningoenzephalitis (FSME) verursachende Virus gehört zum Genus Flavivirus in der Familie der Flaviviridae. Es handelt sich um ein umhülltes Einzelstrang RNA Virus von dem fünf Typen unterschieden werden können. Zwischen den europäischen und fernöstlichen Subtypen bestehen große Antigengemeinschaften. Die Übertragung erfolgt durch Zeckenstich, sehr selten durch virusinfizierte Milch von Ziegen und Schafen, in Ausnahmefällen auch von Kühen. Eine Infektion von Mensch zu Mensch gibt es nicht. Das primäre Erregerreservoir sind Kleinsäugerpopulationen, insbesondere Mäuse, aber auch Vögel, Rehe und Rotwild. FSME-Virus übertragende Zecken kommen in vielen europäischen Ländern und in Asien vor. Wesentliche Verbreitungs-Gebiete in Deutschland bestehen in Baden-Württemberg und Bayern, einzelne Risikogebiete in Hessen und Rheinland-Pfalz. Im Gebiet der neuen Bundesländer sind nur vereinzelte Erkrankungsfälle festgestellt worden, die keine Impfindikation begründen. FSME Endemiegebiete befinden sich auch in Österreich, den baltischen Ländern, in Russland, Polen, in der Tschechischen und in der Slowakischen Republik, in Ungarn, Südschweden, Slowenien und Albanien. Von marginaler Bedeutung sind Frankreich, Italien, Griechenland (Einzelfälle). Kein FSME Risiko besteht auf der Iberischen Halbinsel, im Vereinigten Königreich, den Benelux-Ländern und Dänemark. Die Krankheit tritt in Abhängigkeit von der Aktivität der virustragenden Zecken bevorzugt im Frühjahr und im frühen Sommer auf, in manchen Jahren wird auch ein Herbstgipfel beobachtet. Bei warmer Witterung kann sie auch in anderen Jahreszeiten vorkommen. Der Krankheitsverlauf ist biphasisch. Es kommt zunächst zu grippeähnlichen Symptomen mit mäßigem Fieber (in der Regel nicht über 38°C), Kopfschmerzen, Erbrechen, Schwindelgefühl. Nach einem fieberfreien Intervall von etwa einer Woche (bis zu 20 Tagen) entsteht bei etwa 10 % dieser Patienten eine Meningoenzephalitis mit Fieber, Erbrechen, meningealen Reizerscheinungen, vereinzeltem Auftreten von Stupor oder Koma. Vor allem bei älteren Patienten kann sich zusätzlich eine Myelitis entwickeln. In diesen Fällen besteht die Gefahr von bleibenden neurologischen Ausfällen, in der Regel in Form von Paresen, aber auch von Anfallsleiden oder lange andauernden Kopfschmerzen. Diese Symptome können oft Monate nach der Erkrankung persistieren. Häufig kommt es jedoch selbst nach schweren Verläufen zur völligen Heilung. Bei 1-2 % der Erkrankten mit ZNS-Beteiligung führt die Erkrankung zum Tode. Schwere Krankheitsverläufe werden fast nur bei Erwachsenen beobachtet. Die aktive Immunisierung stellt einen wirksamen Schutz für potenziell gefährdete Einwohner und Besucher von Risikogebieten dar. Eine postexpositionelle Immunglobulinprophylaxe erreicht gegenüber der aktiven Immunisierung eine deutlich geringere Schutzrate, die mit etwa 60 % angegeben wird.
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