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1-Methylhistamine ELISA

Katalog-Nr.RE59231
Regulatorischer Status
EU: CE
Kit Größe
12 x 8
Methode
ELISA
Inkubationszeit
1x60 min, 1x30 min, 1x20 min, 1x15-20 min
Standardbereich
0-20 ng/mL
Probe / Vorbehandlung
Urine
Substrat / Isotop
TMB 450 nm
ArbeitsanleitungMSDS

Der einzige kommerziell erhältliche ELISA

IBL International bietet einen zuverlässigen und schnellen Immunoassay zur Bestimmung des Hauptmetaboliten des Histamins, dem 1-Methylhistamin (N-Methylhistamin), in verschiedenen biologischen Flüssigkeiten an.

Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass Histamin [2-(4-Imidazolyl)-ethylamin] ein potenter Mediator vieler biologischer Prozesse einschließlich Neuromodulation, Inflammation, Sekretion von Magensäure und Regulation der Immunfunktion ist. Es wird hauptsächlich in der metachromatischen Granula von Mastzellen und basophilen Granulozyten gespeichert und wird nach Stimulation freigesetzt.

Histamin wird überwiegend durch die N-Methyltransferase zu 1-Methylhistamine umgewandelt, und anschließend weiter zu N-Methyl-Imidazolessigsäure umgesetzt, während der Rest durch die Diaminooxidase zu Imidazolessigsäure (Abb.1) abgebaut wird. Der 1-Methylhistamin-Spiegel im Urin korreliert gut mit dem Plasma-und Urinhistamin-Spiegel (1,2) und ist stabiler als Histamin im Plasma.

Die Bestimmung von 1-Methylhistamin im Urin findet ihre Anwendung hauptsächlich in der Diagnostik und Verlaufskontrolle der Dysfunktionalität von Mastzellen, einschließlich Mastozytose, Anaphylaxie und anderen schweren systemischen allergischen Reaktionen.

Besondere Merkmale

  • Der einzige kommerziell erhältliche ELISA
  • Sensitivität: Urin: 2.5 ng/mL, Plasma und Zellkultur: 0.13 ng/mL
  • An der LC-MS/MS-kalibriert
  • Testdurchführung innerhalb von 2 Stunden
  • Anwendbar für Urin, Plasma und Zellkulturüberstände
Methylhistamin
Abbildung 1:
Histaminmetabolismus. Die Synthese von Histamin durch Decarboxylierung von Histidin (1). Abbau von Histamin entweder durch die Diaminoxidase (DAO) (2) oder Histamin-N-Methyltransferase (HNMT) (3). Negative Feedback-Hemmung der beiden Enzyme durch ihre jeweiligen Abbauprodukte (4). Der Weiterabbau von N-Methylhistamin durch die Monoaminoxidase B (MAO B) (5) oder DAO (6)(3)
Methylhistamin
Abbildung 2:
Der Methodenvergleich zeigt eine exzellente Korrelation zwischen IBL International 1-Methylhistamin und LC-MS/MS

Literatur
1. Hermann K. et al. Measurement and characterization of histamine and methylhistamine in human urine under histamine-rich and histamine-poor diets. Int Arch Allergy Immunol. 1993;101(1):13-9.
2. Belic A. et al. Interdependence of histamine and methylhistamine kinetics: modelling and simulation approach. Comput Biol Med. 1999 Nov;29(6):361-75.
3. Maintz L. et al. Histamine and histamine intolerance. Am J Clin Nutr 2007;85:1185–96.

Auszug aus der Arbeitsanleitung

Histamin (Nomenklatur: 2-(4-Imidazolyl)-ethylamin) ist ein Naturstoff, der im menschlichen und tierischen Organismus weit verbreitet ist. Es ist gut wasserlöslich und hat einen basischen Charakter. Histamin gehört biochemisch zu den biogenen Aminen und wird aus der Aminosäure Histidin gebildet. Diese Decarboxylierung erfolgt mit Hilfe des Enzyms Histidindecarboxylase. Die Biosynthese des Histamins findet in den Mastzellen, Zellen der Epidermis und der Magenschleimhaut und in den Nervenzellen statt.

Aus Mastzellen und basophilen Granulozyten kann das Histamin explosionsartig freigesetzt werden und zwar bei der Stimulation der Speicherzellen mit dem entsprechenden Allergen. Diese Stimulation erfolgt durch die Bindung des Allergens an die spezifischen IgE-Antikörper auf der Oberfläche der Zielzellen. Wobei dieser Effekt noch nicht bei dem ersten Kontakt mit einem Allergen auftritt. Zunächst erfolgt durch den Erstkontakt die Bildung von Plasmazellen, die spezifische IgE-Antikörper produzieren und freisetzen. Diese binden an die entsprechenden Rezeptoren der Mastzellen (Sensibilisierung). Erst beim nächsten Allergen-Kontakt können die Allergene direkt an die IgE-Antikörper der Mastzellen binden und damit wird die spontane Histaminausschüttung aus der Granula der Mastzellen ausgelöst (allergische Sofortreaktion).

Zirkulierendes Histamin wird durch die Histamin-N-Methyltransferase schnell zu 1-Methylhistamin (N-Methylhistamin) umgesetzt. Die Ausscheidung erfolgt im Urin und dadurch ist die Bestimmung dieses Metaboliten im Urin von Interesse. Der 1-Methylhistamin-ELISA-Kit enthält Reagenzien für die quantitative Bestimmung von derivatisiertem 1-Methylhistamin in Urin-, Plasma- und Zellkulturproben. Die Derivatisierung erfolgt während der Probenvorbereitung. Dabei wird 1-Methylhistamin durch das Acylierungsreagenz quantitativ in N-Acyl- 1-Methylhistamin umgewandelt.

Vertrieben durch IBL International

Für konkrete Daten konsultieren Sie bitte die Arbeitsanweisung in der Download Box oben auf der rechten Seite.

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Design und Herstellung aller unserer Assays erfüllen die höchsten Anforderungen globaler Richtlinien und Qualitätsstandards. Tecan ist unter ISO 9001:2015, ISO 13485:2016 zertifiziert und gemäß Medical Device Single Audit Program (MDSAP) von einer Benannten Stelle auditiert.

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