Legionella pneumophila IgG ELISA
- Regulatorischer Status
- EU: CE
- Kit Größe
- 12 x 8
- Methode
- ELISA
- Inkubationszeit
- 1 x 1 h, 1 x 30 min, 1 x 15 min
- Standardbereich
- cut-off index
- Probe / Vorbehandlung
- 10µL Serum, Plasma
- Substrat / Isotop
- TMB 450nm
Der Nachweis von Legionellen-Antikörpern ist ein wichtiger Bestandteil in der Diagnostik von Legionellen-Infektionen und insbesondere bei epidemiologischen Fragestellungen von besonderer Bedeutung. Die Bestimmung mittels ELISA bietet zudem eine hohe Sensitivität und ist im Hinblick auf Automatisierung und Objektivität für die Routinediagnostik besser geeignet als der Immunfluoreszenz-Test.
IBL International stellt Ihnen hier die neuen Legionella pneumophila IgG- und IgM ELISAs für die qualitative Bestimmung von Antikörpern gegen die Legionella pneumophila Serotypen 1-7 in humanem Serum oder Plasma vor.
Die Legionellose ist eine Erkrankung der Atemwege, die durch das Bakterium Legionella pneumophila (insbesondere Serogruppe 1) verursacht wird. Sie kann in Form zweier Krankheitsbilder auftreten: einer schweren Lungenentzündung, der sog. Legionärskrankheit oder in Form des Pontiac Fiebers, einer milderen aber häufigeren Variante.
Legionellen finden sich besonders bei älteren, schlecht gewarteten oder auch nur zeitweilig genutzten Warmwasserleitungen und Behältern. Die im Wasser vorhandenen Legionellen führen erst nach Aufnahme von Erregern durch Einatmen bakterienhaltigen Wassers als Aerolsol zur Erkrankung. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch findet nicht statt.
Die herkömmlichen Methoden zum Nachweis einer Legionelleninfektion umfassen direkte und indirekte Verfahren. Zu den direkten Methoden zählt der kulturelle Bakteriennachweis, der Erregernachweis mittels Immunfluoreszenz oder die Antigenbestimmung im Urin. Der indirekte Nachweis erfolgt über die Bestimmung spezifischer Legionellen-Antikörper im ELISA.
Obwohl der kulturelle Nachweis in der Vergangenheit vorzugsweise für Diagnostik einer Legionellose eingesetzt wurde, ist diese Methode zeitaufwendig und die Empfindlichkeit gering. Die direkte Immunfluoreszenz ist eine schnellere Methode, die Sensitivität ist jedoch auch gering und sehr variabel.
Der direkte Vergleich der IBL Legionella pneumophila IgG- und IgM ELISAs mit den Serion Legionella pneumophila IgG- und IgM ELISAs zeigte eine hervorragende Übereinstimmung. Zusammengefasst ergeben sich folgende Resultate (Tabelle 1 und 2):
| IBL International Legionella pneumophila ELISAs | ||
| IgG | IgM | |
| Diagnostische Sensitivität | 90,0% | 100% |
| Diagnostische Spezifität | 100% | 95,7% |
| Übereinstimmung | 96,1% | 96,4% |
Tabelle 1
Die diagnostische Sensitivität und Spezifität (interne + externe Studie) des IBL Legionella pneumophila IgG ELISAs stimmt sehr gut mit der Vergleichsmethode überein.
| Serion IgG ELISA | ||||
| Positiv | Negativ | ∑ | ||
| IBL International IgG ELISA | Positiv | 18 | 0 | 18 |
| Negativ | 2 | 31 | 33 | |
| ∑ | 20 | 31 | 51 | |
Tabelle 2
Die diagnostische Sensitivität und Spezifität (interne + externe Studie) des IBL Legionella pneumophila IgM ELISAs stimmt sehr gut mit der Vergleichsmethode überein.
| Serion IgM ELISA | ||||
| Positiv | Negativ | ∑ | ||
| IBL International IgM ELISA | Positiv | 9 | 2 | 11 |
| Negativ | 0 | 44 | 44 | |
| ∑ | 9 | 46 | 55 | |
Legionellen sind aerobe, gram-negative, fakultativ intrazelluläre Parasiten bestimmter Protozoen. Sie sind weltweit in Süßwasser anzutreffen und können beim Menschen respiratorische Erkrankungen (Legionellose) hervorrufen. Legionella (L.) pneumophila wurde zum ersten Mal nach einem Ausbruch von Lungenentzündung bei einem Treffen der US-Kriegsveteranenvereinigung „American Legion State Convention“, das 1976 in einem Hotel in Philadelphia stattfand, identifiziert. Das Genus Legionella umfasst aktuell mindestens 50 Spezies, die aus 70 verschiedenen Serogruppen bestehen. L. pneumophila ist der Erreger von etwa 90 % der Legionellose-Fälle, wobei Serogruppe 1 für etwa 84 % der Fälle verantwortlich ist. L. pneumophila vermehrt sich bei Temperaturen zwischen 25 und 42 °C; die optimale Wachstumstemperatur beträgt 35 °C. Legionella gedeiht in warmem, stehendem Wasser, sowohl in der Umwelt, als auch in künstlichen Systemen wie Kühltürmen, Verdunstungskondensatoren, Kalt-und Warmwassersystemen und Spa-Pools, die die natürliche Umgebung des Organismus nachahmen. Durch diese Systeme kann es auch zur Bildung von Aerosolen/Tröpfchen kommen, über die der Organismus fein verteilt in die Luft abgegeben wird.
Eine Legionellose kann durch die Inhalation von Aerosolen oder durch Mikroaspiration von kontaminiertem Wasser erworben werden. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch gilt als unwahrscheinlich. Die Legionellose kann zwei unterschiedliche klinische Erscheinungsformen annehmen: die Legionella Pneumonie (Legionärskrankheit) mit einer Inkubationszeit von etwa 2-10 Tagen (bis zu 16-20 Tage) und das Pontiac-Fieber (Inkubationszeit gewöhnlich 12-48 Stunden).Die Legionärskrankheit ist eine schwere Form der Lungenentzündung mit einer Todesfallrate von 10-15%. Die Erkrankung beginnt mit Husten, Fieber und unspezifischen Symptomen wie Unwohlsein sowie Muskel- und Kopfschmerzen. Bei einigen Patienten treten Schüttelfrost, Schmerzen in der Brust, Durchfall, Delirium oder andere neurologische Symptome auf. Extrapulmonale Entzündungen sind selten.
Nachweis der Bakterien bzw. der Infektion durch:
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Design und Herstellung aller unserer Assays erfüllen die höchsten Anforderungen globaler Richtlinien und Qualitätsstandards. Tecan ist unter ISO 9001:2015, ISO 13485:2016 zertifiziert und gemäß Medical Device Single Audit Program (MDSAP) von einer Benannten Stelle auditiert.

Als Teil der Tecan-Gruppe haben wir eine führende Marktposition in Diagnostik und Forschung. Wir verfügen über 40 Jahre Erfahrung in der Entwicklung, Herstellung und Bereitstellung von Immunassays auf Basis von Enzymreaktionen, Radiomarkierungen und Lumineszenz.
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