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Zweckbestimmung

Enzymimmunoassay zur quantitativen Bestimmung von Estron in Speichel.

Zusammenfassung und Erklärung

Estron (3-Hydroxy-1, 3,5 (10)-estratrien-17-on) ist neben Estradiol und Estriol eines der drei natürlich vorkommenden Östrogene. Die Östrogene sind bei der Entwicklung der weiblichen Geschlechtsorgane und sekundären Geschlechtsmerkmale beteiligt. Bioassay Daten zeigen, dass die östrogene Aktivität von Estron erheblich geringer ist im Vergleich zum Estradiol (1). Jedoch ist die physiologische Rolle von endogenem Estron nicht gut definiert. Estron wird in erster Linie aus Androstendion synthetisiert. Bei prämenopausalen Frauen ist mehr als 50% des Estrons vom Eierstock sezerniert. Bei präpubertären Kindern, Männern und postmenopausalen Frauen, wird der größte Teil des Estrons im peripheren Gewebe synthetisiert (2).

Während der Follikelreifung des Menstruationszyklus steigt der Estron Spiegel leicht an. Die Estronproduktion nimmt dann immer deutlicher zu und erreicht ihren Höhepunkt um den 13. Tag herum. Der Höhepunkt ist nur von kurzer Dauer und ab dem 16. Zyklustag ist der Estron-Spiegel wieder niedrig. Ein zweiter Höhepunkt wird um den 21. Zyklustag herum erreicht. Wenn zu diesem Zeitpunkt keine Befruchtung stattfindet, nimmt die Estronproduktion wieder ab.

Die Konzentrationsänderung des Estrons ist parallel zum Estradiol (3). Bis zur Schwangerschaftswoche 4 - 6, stammt Estron vor allem aus mütterlichen Quellen wie den Eierstöcken, Nebennieren, oder aus der peripheren Umwandlung und bleibt innerhalb der normalen Werte (4). Nach der 6. bis 10. Woche der Schwangerschaft erhöhen sich die Werte durch plazentare Sekretion von Estron allmählich. Nach der Menopause sinkt der Estronspiegel nicht so dramatisch wie der Estradiolspiegel. Bei postmenopausalen Frauen ist Estron das vorherrschende Östrogen. Bei Männern steigt mit zunehmendem Alter auch die Konzentration von E1 umgekehrt zum 17-OH-Progesteronspiegel an(5). Bei prämenopausalen Frauen kann ein exzessiver Estronspiegel aus der Umwandlung von großen Mengen Androstendion bestehen. Dies resultiert aus dem Polyzystisches Ovar-Syndrom(6) oder aus Eierstocktumoren.

Für konkrete Daten konsultieren Sie bitte die Arbeitsanweisung in der Download Box oben auf der rechten Seite.

  1. Resnik R, Killam AP, Battaglia FC et al: The stimulation of uterine blood flow by various estrogens. Endocrinology 94:1192, 1974.
  2. Fayman C, Winter JSD, Reyes FI. Patterns of gonadotropins and gonadal steroids throughout life. Clin. Obstet. Gynecol. 3: 467-483, 1976.
  3. Baird DT. Fraser IS. Blood production and ovarian secretion rates of estradiol-17ß and estrone in women throughout the menstrual cycle. J Clin Endocrinol. Metab 38: 1009-1017. 1974
  4. Lindbert BS, Johansson EDB, Nilsson BA: Plasma levels of non conjugated oestrone, oestradiol-17b and oestriol during uncomplicated pregnancy. Acta Obstet Gynecol Scand 32:21, 1974.
  5. Drafta D, Schindler AE, Stroe EW, Neacsu E. Age-related changes of plasma steroids in normal adult males. J. Steroid Biochem. 17: 683-687, 1982.
  6. DeVane GW, Czekala NM, Judd HL, Yen SSC. Circulating gonadotropins, estrogens, and androgens in polycystic ovarian disease. Am J Obstet Gynecol 1975; 121:496.

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