Offline-Modus

Zweckbestimmung
Der FSH ELISA wird zur quantitativen Bestimmung von FSH in Serum eingesetzt. Nur für In-vitro Diagnostik.

Klinische Bedeutung
Follikelstimulierendes Hormon (FSH) ist ein Glykoprotein mit einem Molekulargewicht von ungefähr 30.000 Dalton. Es besteht aus zwei Untereinheiten:

  1. Die Alpha-Untereinheit ist fast identisch mit der Alpha-Untereinheit der anderen Hypophysenhormonen.
  2. Die Beta-Untereinheit bestimmt die immunologische Spezifität und die biologische Aktivität des Hormons.
FSH (Gonadotropin I) wird in den Betazellen des Hypophysenvorderlappens gebildet und unter Einwirkung des Gonadotropin-Releasing-Faktors ins Blut abgegeben. Bei der Frau ist FSH verantwortlich für die Follikelreifung, die Entwicklung des Graaf‘schen Follikels und das Heranreifen des Eis im Verlauf des Menstruationszyklus. Die Menge an zirkulierendem FSH wird mittels des negativen Feedbackmechanismus durch die Hormone Östradiol und Progesteron kontrolliert. Die Bestimmung von FSH (zusammen mit LH) dient der Diagnose von primärer und sekundärer Amenorrhöe und/oder anovulatorischen Menstruationszyklen. Erhöhte FSH- und LH-Werte und niedrige Östrogen Konzentrationen zeigen eine primäre Ovarialinsuffizienz an, im Allgemeinen verbunden mit primärer Amenorrhöe. Niedrige FSH-, LH-und Östrogen-Werte zeigen eine Funktionsstörung der Hypophyse bzw. des Hypothalamus an, die sich in sekundärer Amenorrhöe äußert. Beim Mann stimuliert FSH die Spermatogenese sowie (zusammen mit LH) die Testosteron-Produktion durch die Leydig‘schen Zellen der Testes. Die Menge an zirkulierendem FSH wird durch die Hormone Östradiol und Testosteron kontrolliert. Die Bestimmung von FSH und LH dient beim Mann dem Nachweis von primärer Hodenfunktionsstörung und selektiver Funktionsstörung der Sertoli-Zellen. Primäre Hodenfunktionsstörungen führen zu einem Testosteron-Defizit und somit zu erhöhten FSH- und LH-Werten. Beim Sertoli-Zellen-Syndrom sind die Testosteron- und LH-Werte normal, aber die Spermatogenese ist gestört und die FSH-Werte sind erhöht. Sekundäre Hodenfunktionsstörungen sind durch eine ungenügende Funktion der Hypophyse oder des Hypothalamus bedingt, die mit erniedrigten zirkulierenden FSH-Werten einhergeht.

Für konkrete Daten konsultieren Sie bitte die Arbeitsanweisung in der Download Box oben auf der rechten Seite.

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