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Calcitonin IRMA (CT)

Katalog-Nr.MG11031
Regulatorischer Status
EU: CE
Kit Größe
96
Methode
IRMA (CT)
Inkubationszeit
1 x 18 h
Standardbereich
10 - 1000 pg/mL
Probe / Vorbehandlung
200 µL serum
Substrat / Isotop
125I < 720 kBq

Calcitonin ist ein Polypeptid das aus 32 Aminosäuren besteht und hauptsächlich von den parafolikullären C-Zellen sezerniert wird. Seine wichtigste biologische Funktion ist die Inhibierung der osteoklastischen Knochenresorption. Aufgrund dieser Eigenschaft wird Calcitonin bei Störungen eingesetzt, die sich durch erhöhte Resorption manifestieren, wie z.B. bei Paget- Erkrankung und bei einigen Patienten mit Osteoporose. Die Calcitonin Aminosäuresequenzen von Schwein, Rind, Lachs und Mensch sind bekannt und es sind biologisch aktive Moleküle synthetisiert worden. Die Strukturen sind ähnlich, wohingegen die immunologische Aktivität des Calcitonins der verschiedenen Spezies sich deutlich unterscheiden. Das am stärksten ausgeprägte klinische Syndrom, das mit einer abnormal überhöhten Ausschüttung von Calcitonin einhergeht, ist das medulläre Schilddrüsen-Karzinom (MTC). MTC ist ein Tumor der Calcitonin produzierenden C-Zellen der Schilddrüse. MTC stellt 5-10% aller Schilddrüsen- Krebserkrankungen dar. MTC kann sporadisch auftreten oder in einer familiär vererbbaren Form, die von einer autosomalen Veranlagung bestimmt ist. Obwohl es sich um eine relativ seltene Tumorart handelt, besitzt MTC aufgrund seiner erblichen Weitergabe eine große klinische Bedeutung. Studien zeigen, dass sich MTC frühzeitig durch Calcitonin im Serum diagnostizieren lässt. Die Calcitonin Bestimmung bestätigt dabei häufig andere klinische Symptome. Bei frühzeitiger Diagnose von MTC hat der Patient durch einen chirurgischen Eingriff gute Chancen auf vollständige Rekonvaleszenz. Obwohl es sich um einen seltenen Tumor handelt, kann er nach einem bestimmten familiären Muster als eine multiple endokrine Neoplasie vom Typ II auftreten. Diese Tumore produzieren normalerweise diagnostisch erhöhte Konzentrationen an Calcitonin in Serum; deshalb kann mit einem Calcitonin- Immunoassay das Auftreten von MTC mit einem Höchstmaß an Genauigkeit und Spezifität diagnostiziert werden. Bei einem kleinen aber ansteigenden Prozentsatz von Patienten sind basale Hormonspiegel nicht von normalen Hormonspiegeln zu unterscheiden. In einigen dieser Fälle handelt es sich um das Frühstadium der C-Zell-Neoplasie oder der Hyperplasie, die am ehesten durch einen chirurgischen Eingriff geheilt werden können. Um diese Patienten im Frühstadium zu diagnostizieren, sind Provokations-Tests zur Calcitonin-Sekretion notwendig. Damit können falsch negative Ergebnisse durch die alleinige Bestimmung im Basalbereich vermieden werden. Die meisten Tumore reagieren mit erhöhter Calcitonin-Ausschüttung auf die Verabreichung von entweder Kalzium 6. oder Pentagastrin oder deren Kombination 7.. Jedes dieser Präparate allein kann immer noch zu unklaren Ergebnissen führen. Deshalb sollten in Fällen mit klinischer Manifestation beide Präparate 8.bei der diagnostischen Bestimmung in Betracht gezogen werden. Die Bestimmungen von Calcitonin kann darüber hinaus auch für die Therapie-Verlaufskontrolle bei Patienten mit Calcitonin sezernierenden Tumoren verwendet werden. Neoplastische Veränderungen anderer neuroendokriner Zellen können auch zu erhöhten Calcitonin- Werten führen. Das beste Beispiel dafür ist das kleinzellige Bronchial-Carcinom. Andere Tumore, wie Carcinoide und Inselzell-Tumore der Bauchspeicheldrüse können ebenfalls zu erhöhten Serum- Calcitonin-Werten führen. Erhöhungen von Serum-Calcitonin wurden auch bei akutem und chronischem Nierenversagen, Hypercalciurie und Hypercalcämie festgestellt. *Vertrieb durch TECAN-IBL International GmbH

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