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Brucella IgG ELISA

Katalog-Nr.30113479
Regulatorischer Status
EU: CE
Kit Größe
12x8
Methode
ELISA
Inkubationszeit
1 x 1 h, 1 x 30 min, 1 x 15 min
Standardbereich
cut-off index
Probe / Vorbehandlung
10 µL serum, plasma
Substrat / Isotop
TMB 450 nm

Enzymimmunoassay zur qualitativen Bestimmung von IgG Antikörpern gegen Brucellen in Humanserum oder Plasma (Citrat, Heparin). Brucellen sind sehr kleine, gramnegative, unbewegliche Stäbchenbakterien (0.4-0.8 μm Durchmeser und 0.4-3.0 μm lang). Sie wurden benannt nach dem englischen Militärarzt David Bruce, der die Erreger 1887 auf Malta aus der Milz eines an undulierendem Fieber verstorbenen Soldaten isolierte. Von humanpathogener Bedeutung sind vier Arten: Brucella abortus, Brucella melitensis, Brucella suis und Brucella canis. Alle vier Spezies sind Erreger der Brucellose, einem Krankheitsbild, das als undulierendes Fieber bezeichnet wird. Je nach Erregernachweis wird die Erkrankung auch als Morbus Bang (B. abortus) oder Maltafieber (B. melitensis) bezeichnet. Betroffen sind in erster Linie Tiere, von denen der Erreger auf den Menschen übertragen werden kann. Infektionen erfolgen durch Kontakt mit kranken Tieren oder deren Ausscheidungen, sowie durch unpasteurisierte Milch und deren Produkte (frischer Schaf-, Ziegenkäse). Haupteintrittspforten sind Hautverletzungen, die Konjunktiven und der Gastrointestinaltrakt. Die Erreger werden von Granulozyten, in denen sie unbeschadet überleben, in die lokalen Lymphknoten geschleppt, von wo aus sie hämatogen streuen. Praktisch alle Organe können befallen werden. Die Manifestationsorte bestimmen das Krankheitsbild. In den befallenen Organen entsteht eine granulomatöse Entzündung. Die genauen Mechanismen der Pathogenese der Brucellose sind noch nicht vollständig aufgeklärt. Brucellosen sind weltweit verbreitet. In unpasteurisierter Milch und deren Produkten sind Brucellen wochenlang lebensfähig und infektiös. Die bovine Brucellose, verursacht durch B. abortus bleibt die am weitesten verbreitete Form dieser Erkrankungen, auch wenn Inzidenz und Prävalenz regional sehr stark variieren (von <0.01 bis >200 pro 100.000). In Gebieten mit Schaf- und Ziegenhaltung tritt besonders B. melitensis endemisch auf und führt zu schweren humanen Infektionen. Der Umgang mit diesen Bakterien im Labor erfordert aufgrund ihrer Kontagiosität größte Sorgfalt. Risikopersonen sind vor allem Schäfer, Landwirte, Tierpfleger, Tierzüchter, Tierärzte, Melker, Molkerei- und Laborpersonal. Die qualitative immunenzymatische Bestimmung von spezifischen Antikörpern beruht auf der ELISA (Enzyme-linked Immunosorbent Assay) Technik. Die Mikrotiterplatten sind mit spezifischen Antigenen beschichtet, an welche die korrespondierenden Antikörper aus der Probe binden. Ungebundenes Probenmaterial wird durch Waschen entfernt. Anschließend erfolgt die Zugabe eines Meerettich-Peroxidase (HRP) Konjugates. Dieses Konjugat bindet an die an der Mikrotiterplatte gebundenen spezifischen Antikörper. In einem zweiten Waschschritt wird ungebundenes Konjugat entfernt. Die Immunkomplexe, die durch die Bindung des Konjugates entstanden sind, werden durch die Zugabe von Tetramethylbenzidin (TMB)-Substratlösung und eine resultierende Blaufärbung nachgewiesen. Die Intensität des Reaktionsproduktes ist proportional zur Menge der spezifischen Antikörper in der Probe. Die Reaktion wird mit Schwefelsäure gestoppt, wodurch ein Farbumschlag von blau nach gelb erfolgt. Die Absorption wird bei 450/620 nm mit einem Mikrotiterplatten-Photometer gemessen.

Vertrieben durch Tecan, IBL International GmbH.

Für konkrete Daten konsultieren Sie bitte die Arbeitsanweisung in der Download Box oben auf der rechten Seite.

Unsere Produktfamilien

Zu unserem umfassenden Angebot an Immunassays gehören eine Reihe spezialisierter diagnostischer Immunassays für die Endokrinologie, Immunologie und zur Untersuchung von Autoimmunkrankheiten, sowie zur Diagnose von zahlreichen Infektionskrankheiten. Wir sind Pioniere und Marktführer in der Speicheldiagnostik, und bieten seit über 40 Jahren ein breites Portfolio an Lumineszenz- und ELISA-basierten Tests.

Als Experten im Bereich Laborautomation unterstützen wir unsere Kunden mit Protokollen für offene ELISA-Plattformen wie dem Freedom EVOlyzer oder dem Thunderbolt®.

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Design und Herstellung aller unserer Assays erfüllen die höchsten Anforderungen globaler Richtlinien und Qualitätsstandards. Tecan ist unter ISO 9001:2015, ISO 13485:2016 zertifiziert und gemäß Medical Device Single Audit Program (MDSAP) von einer Benannten Stelle auditiert.

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Als Teil der Tecan-Gruppe haben wir eine führende Marktposition in Diagnostik und Forschung. Wir verfügen über 40 Jahre Erfahrung in der Entwicklung, Herstellung und Bereitstellung von Immunassays auf Basis von Enzymreaktionen, Radiomarkierungen und Lumineszenz.

Unsere Bandbreite hochqualitativer Immunassays wird durch ein vielfältiges Portfolio automatisierter Lösungen ergänzt. So sind wir der perfekte Partner für Sie und Ihre Kunden.

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